Pro Retina Stiftung

Stiftung zur Verhütung von Blindheit

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Die alljährlich von der PRO RETINA bzw.von der PRO RETINA und der Retina Suisse vergebenen Forschungspreise, der Retinitis pigmetosa (RP)-Forschungspreis und der Makula-Forschungspreis wurden umbenannt: eine Differenzierung in RP und Makula kann aufgrund des wissenschaftlichen Erkenntnisstandes oft nicht mehr trennscharf genug definiert werden: daher werden die Preise heuer zum ersten Mal als "Grundlagenwissenschaftlicher Forschungspreis" und als "Klinischer Forschungspreis" überreicht.

Grundlagenwissenschaftlicher Forschungspreis

Der diesjährige Grundlagenwissenschaftliche Forschungspreis, den die PRO RETINA Deutschland zusammen mit der Retina Suisse vergibt, ist im Rahmen des 116. Kongresses der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) in Bonn Herrn Niklas Domdei und Herrn Lennart Domdei zuerkannt worden.

Wie es in der von Prof. Dr. med. Eberhart Zrenner (Vorsitzender des Wissenschaftlich-Medizinischen Beirates WMB der PRO RETINA) verfassten Laudatio heißt, hat der WMB diesen Preis zuerkannt für die gemeinsame Publikation (zusammen mit Reiniger JL, Linden M, Holz FG, Roorda A, und Harmening WM) mit dem Thema:

 

Ultra-high contrast retinal display system for single photoreceptor psychophysics

 

(Veröffentlicht in Biomedical Optics Express 9:157-172, doi10.1364/BOE.9.000157).

 

Die beiden Erstautoren konnten mit ihrem Projekt einen technischen Meilenstein in der Entwicklung zellgenauer Funktionstestung der Netzhaut erzielen. Sie haben eine Methode erarbeitet, mit der es gelingt, auf Einzelzellebene sowohl mikroskopisch strukturelle Veränderungen direkt in lebenden Zellen (in vivo) bildlich darzustellen als auch funktionelle psychophysikalische Tests an diesen einzelnen Zellen quasi simultan durchzuführen. Das von den beiden Brüdern entwickelte Verfahren erlaubt erstmals, auch einzelne Stäbchen-Photorezeptoren des Menschen zu testen. In einem interdisziplinären Ansatz, der Netzhautphysiologie, adaptive Optiken und photonische Physik auf internationalem Höchstniveau vereint, haben die Autoren eine neue Methode für die grundlagenwissenschaftliche und klinische Untersuchung von Netzhautfunktion und -dysfunktion entwickelt.

Klinischer Forschungspreis

Der diesjährige Klinische Forschungspreis der PRO RETINA Deutschland e. V.

zur Verhütung von Blindheit ist im Rahmen des 116. Kongresses der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) in Bonn Herrn Dr. med. Maximilian Pfau zuerkannt worden.

 

Wie es in der von Prof. Dr. med. Eberhart Zrenner (Vorsitzender des Wissenschaftlich-Medizinischen Beirates WMB der PRO RETINA) verfassten Laudatio heißt, hat der WMB diesen Preis zuerkannt für eine Serie von fünf Originalarbeiten zu funktionellen und strukturellen Biomarkern als Studienendpunkte bei degenerativen Netzhauterkrankungen.

 

Die Arbeiten von Dr. Pfau leisten einen entscheidenden Beitrag

 

     * für die Fallzahlberechnung und Definition von Testprotokollen in

       multizentrischen Studien zu Netzhauterkrankungen;

     * bei der Vermessung von verschiedenen Formen der geografischen Atrophie

       (GA) mittels Grünlicht-Autofluoreszenz (GAF); hierdurch konnten bei

       Patienten die Progressionsrisikofaktoren beschrieben werden und damit

       erstmals die prognostische Relevanz dieser vorteilhaftenTechnik gezeigt

       werden;

     * zum Verständnis der Rolle des Luteins bei der Beurteilung der

       GAF-Messergebnisse bei altersbedingter Makuladegeneration. Diese Arbeiten

       ermöglichen eine beträchtliche Fallzahlreduktion für zukünftige

       prospektive Studien zur geografischen Atrophie.

 

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